| Motiv Erzeugung | |
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Bevor es an die eigentliche Emaillierung gehen kann, muß natürlich erst einmal die entsprechende Grafik erzeugt werden. Für den Siebdruck müssen Bildvorlagen gescannt und nachbearbeitet werden. Schrift müssen evtl. gesetzt und das Schild gelayoutet werden, um schließlich die Siebe zu belichten. Für das Schablonieren müssen Grafiken oft erst erstellt werden. Entweder können gescannte Bildvorlagen direkt vektorisiert werden oder ein Vektordatensatz muß händisch aufgebaut werden. |
| Blechbearbeitung | |
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Zu Beginn wird ein speziell für die Emaillierung taugliches Blech auf eine bestimmte Größe und Form zugeschnitten. Anschließend werden die Löcher für die Aufhängung gestanzt, falls das Schild nicht anders befestigt werden soll. |
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Nach dem Zuschnitt wird das Blech in der Regel 4-dimensional verformt, um dem Material mehr Steifigkeit zu verleihen. Die üblichen Verformungen sind das Bombieren bzw. Wölben (b) und das Facettieren (c). Abschließend werden die Kanten entgratet und geschliffen. Sofern eine unsichtbare Befestigungsmethode gewünscht ist, erfolgt noch die rückseitige Anbringung von Halterstücken. Ist die mechanische Bearbeitung abgeschlossen, wird das Rohschild mit einer basischen Lösung gereinigt entfettet und anschließend gewaschen. |
| Grundemailierung | |
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Nun folgt der Auftrag des Flüssigemails, wobei es sich um eine Substanz handelt, die aus Liquor angereichertem Glasstaub besteht. Mit dieser Flüssigkeit wird das Rohschild im Sprüh- oder Tauchverfahren beschichtet. |
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Auf die erste vollständige Grundierung folgt ein Trocknungsprozeß nach dessen Abschluß nur noch eine Glasstaubschicht auf dem Blech verbleibt. Diese Schicht wird nun bei ca. 800°C gebrannt, wobei der Glasstaub schmilzt und sich mit dem Metall zu einer Korrosionsbeständigen Einheit verbindet. |
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Im nächsten Schritt erhält das Schild auf der Vorderseite seine meist weiße Grundierung. Dies ist Notwendig, da es sich bei der Emaillierung um einen lasierenden Farbauftrag handelt. Das bedeutet, die Emailfarben sind transparenter Natur und benötigen einen hellen, neutralen Untergrund, um ihre volle Farbigkeit darzustellen. |
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Nach der Trocknung des grundierten Schildes erfolgt der 2. Brand |
| Dekoremaillierung | |
Nun wird das Dekoremail auf das grundierte Schild aufgetragen. Der Auftrag des Dekoremails kann auf verschiedenen Wegen erfolgen:
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Das Schablonieren. Hierbei werden die Motive mit Hilfe spezieller Folienschablonen aufgesprüht. Diese Verfahren findet vor allem Anwendung bei der Erzeugung homogener Farbflächen und Motiven mit wenig Farben und klar definierten Outlines. |
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Der Siebdruck. Bei diesem Verfahren werden Trägerfolien mit keramischer Farbe bedruckt. Nach der Trocknung wird die Folie auf das Schild übertragen. Beim folgenden Brand vergeht die Transferfolie Rückstandslos. Diese Verfahren ermöglicht die Darstellung komplexer Motive mit aufwendigen Farb- und Helligkeitsverläufen. |
Beide Verfahren können kombiniert werde.
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Das Dekoremail wird dann, nach einem weiteren Trocknungsprozeß, dem Dekorbrand (wieder bei ca. 800°C) unterzogen. Dieser Prozeß des Dekorauftrages, Trocknens und Dekorbrennens kann oder muß beim Schablonieren je nach Komplexität des Motives mehrmals wiederholt werden. |
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Erst nach dem Abkühlen des Schildes kommen die wahren Farben zum Vorschein, denn die Farbdifferenz zwischen flüssigem bzw. getrocknetem und gebranntem Email ist enorm. So bedarf es in den meisten Fällen einer Reihe von Testbränden, um das gewünschte Farbresultat zu erhalten. |